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Der „geheimnisvollsten Zelle“ auf der Spur

Sie ist tief im Eierstock verborgen und hütet ihre Geheimnisse gut: die weibliche Eizelle. Obwohl sie die größte menschliche Zelle ist und die einzige, die zu einem neuen Organismus führen kann, ist sie bisher wenig erforscht. Erst 1827 gelang der Nachweis der Existenz eines Eies bei Säugetieren und Menschen. IMBA Gruppenleiterin Dr. Kikue Tachibana widmet sich der Entwicklung und Alterung der Eizelle und den damit verbundenen Risiken von genetischen Fehlbildungen wie Trisomien (zB Down-Syndrom). Der Eiweißkörper Cohesin, der die Chromosomen zusammenhält, spielt dabei eine wichtige Rolle. “In der Vergangenheit wurde die fruchtbare Zeit einer Frau früher genutzt“, erläutert die Forscherin. „Das hat sich dramatisch verändert: Das durchschnittliche Gebäralter ist in den westlichen Industriestaaten deutlich gestiegen, damit gehen Unfruchtbarkeit, vermehrte Fehlgeburten und Entwicklungsstörungen einher.“ Unsere Gesellschaft wird sich mit diesen Konsequenzen beschäftigen müssen. „Die Erforschung der weiblichen Fruchtbarkeit wird daher immer wichtiger“, betont Dr. Kikue Tachibana. „Wir möchten die Chromosomenteilung der Eizelle weiter erforschen und verstehen lernen, welche Faktoren die Teilung regulieren. Zudem schauen wir auf die Befruchtung der Eizelle und die frühe embryonale Entwicklung“. Ihre Forschung kann zu Verlangsamung des Alterungsprozesses oder einer Verbesserung der modernen Reproduktionsmedizin beitragen.

Förderbedarf Projekt „Eizellforschung“:

Ein PhD-Student für 4 Jahre: € 200.000.-